Ganges.Indiens.Fluss.des.Lebens.2008.GERMAN.DOKU.DTS.720p.BluRay.x264-HRD
Sonntag, 31. Oktober 2010 23:53
Teil 1 – An heiligen Quellen:
Schäumend, kräftig und heilig – das ist der Ganges. Ganga nennen die Inder den Fluss. Eine Göttin, die mit ihren Wassermassen vom Himmel stürzte und von Gott Shiwa sanft zur Erde geleitet wurde, erzählen die Hindus. Irgendwo zwischen schneebedeckten Gipfeln und eisigen Gletschern im Himalayja hat Indiens meistverehrter Fluss seinen Ursprung. Seine Herkunft ist für den einen eine Glaubensfrage, während der andere nach geologischen Fakten sucht. Für den gläubigen Hindu existieren vier heilige Quellen über die Hochtäler verteilt. Jede ist durch einen alten Tempel markiert und zieht jährlich Tausende Pilger an. Aber auch Schneeleoparden, Bartgeier und Blauschafe stehen an den Gebirgsbächen. Gott Hanumans Affenkrieger wirbeln durch die Wälder. Von heiligen Bergen bewacht, liegen auf 4.000 Meter Höhe Blumenmatten und bringen kräftige Farben in die Schneetäler. Allein auf den ersten 200 km überwindet der Ganges ein Gefälle von über 2.800 Metern, ehe er im Tiefland zu mäandern beginnt. In den nun immer dichter bevölkerten Tälern säumen einzelne Wälder die Ufer und allmählich greift die Landwirtschaft nach dem Wasser. Reis, Gerste Hirse, Baumwolle, Zuckerrohr reifen in der kräftigen Sonne. Treten die Städte ins Blickfeld, fallen die großen Zeremonien der Hindu-Gläubigen auf, die im Wasser des Ganges stattfinden. Bei Haridwar hat der Fluss die große Ebene, die seinen Namen trägt, erreicht. Das Lichterfest wird täglich zu abendlicher Stunde abgehalten, Kumph Mela ist dagegen die größte Wallfahrtsversammlung auf Erden mit mehrerern Millionen Pilgern am Ort. Große Zuflüsse schenken dem Ganges zusätzlich Wasser. Der Chambal schafft es aus einer Wüste heraus, sein Wasser in die Ebene zu bringen. Hier lässt sich auch der seltene Gangesgavial sehen. Mit der putzigen Schnauze ein recht ungewöhnliches Krokodil, dafür ein um so besserer Fischjäger. Über 6 Meter lang werden die Männchen. Ein wichtiges jährlich wiederkehrendes Naturereignis stellt der Monsun dar. Aus zahmen Gebirgsbächen entwickeln sich reißende Flüsse. Geröll, Sande und viel Wasser bringen sie ins Tiefland. Die Überschwemmungen in den Ebenen sind riesig. Tausende Quadratkilometer weit steht das Land unter Wasser. Aber der Schlamm ist fruchtbar und beschert reiche Ernten.
Teil 2 – Im Tiefland:
Ein Zehntel der Erdbevölkerung lebt im Gangestiefland. Der Ganges muss sie alle ernähren. Seit Jahrtausenden schon beeinflusst er die Zivilisation und Natur Indiens. Inzwischen sind an seinen Ufern Dschungel, Wälder und Sumpfgebiete weitgehend geschrumpft, viel Ackerland ist entstanden. Auf einzelnen Strecken gibt es noch Inseln der ehemaligen Vegetation und hier auch die ursprüngliche Tierwelt. Aber der Raum wird schnell zu eng. Nacht für Nacht während der Erntezeit liegen die Dorfbewohner auf Wache, um Elefantenherden, die Hunger leiden, von ihren Feldern fernzuhalten. Ein riskantes Unterfangen, nur Fackeln und Messer stehen ihnen zur Verfügung. Manche Menschen in den Städten leiden unter der Affenplage, sie wehren sich trotzdem nicht, schließlich ist Affengott Hanuman eine göttliche Person. Andere haben in den Dörfern ein vollkommen lockeres Verhältnis zu Schlangen, zu den giftigsten überhaupt. Die Kobra ist vielen Indern sogar heilig und wird in den Häusern geduldet, Altäre werden zu ihrer Anbetung aufgestellt und geschmückt. In Varanasi, Indiens ältester Stadt am Fluss, treffen sich die Gläubigen und tauchen in den Strom, um Erlösung von all ihren Sünden zu erlangen. Auch der Ritus am heiligen Fluss verbrannt zu werden und die Asche dem fließenden Wasser anzuvertrauen, wird weiterhin gepflegt. Der Fluss leidet, zu viel wird ihm zugemutet, zu viel von ihm verlangt. Das Wasser wird teilweise knapp. Riesenstädte wie Kolkata (Kalkutta) mit ihren giftigen Abwässern zerstören den Strom. Im weit verzweigten Delta kämpfen die Menschen vor der Monsunzeit mit Wassermangel. Zahlreiche Wasserarme liegen vollkommen trocken und lassen sich durchlaufen. Auch der Hauptarm führt dann kaum noch Wasser und sieht eher einer Wüstenzone ähnlich. Dort, wo sich der Ganges in Hunderte Arme auffächert, ehe er im Golf von Bengalen ins Meer fließt, liegt der größte Mangrovenwald der Erde, die Sundarbans. Eine besondere Naturlandschaft, die zum Weltnaturerbe gehört. Vielleicht liegt hier der allerletzte Zufluchtsort des Tigers, auch wenn es in den Sundarbans gerade besonders viele Menschfresser gibt. Kein Wunder, Mensch und Tiger leben hier auf engem Raum zusammen, wobei die Siedlungen der Menschen außerhalb der Mangrovenwälder liegen. Sie bestellen ausgedehnte Reisfelder. Klaffschnäbel patrouillieren daneben im seichten Wasser, von den Dorfbewohnern immer gern gesehen. Genau wie die stolzen Saruskraniche gelten sie als Glücksbringer. Neben dem Gangesdelfin im Delta zu fischen, ist keine Seltenheit. Die Fischer nutzen die Tauchkünste des Indischen Fischotters. Mit ihm zusammen treiben sie die Fische in die Netze. Die Otter werden extra dafür gezüchtet. Eine Jahrhunderte alte Tradition im Delta. Während der Monsunzeit haben Menschen wie Tiere im Delta zu leiden. Nach den anhaltenden sintflutartigen Regenfällen tritt der Ganges über die Ufer und steigt teilweise über acht Meter an. Den einen nimmt er Land, fluchtartig müssen sie ihre Häuser verlassen, weil die Uferzone großflächig abbricht, anderen schenkt er Land, wenn er Schlamm heranträgt und auf diese Weise neuen Lebensraum für Mensch und Tier schafft.
Teil 3 – Das Reich des Tigers:
Das Filmteam folgt dem Ganges auf dem letzten Teil seiner Reise zum Meer, wo er das größte Delta und das größte Sumpfgebiet der Welt bildet. Die Zuschauer erfahren, wie Mensch und Natur in diesem unwirtlichen Lebensraum bestehen und wie sie mit den extremen Witterungsbedingungen fertigwerden, die der jährliche Monsun und die Wirbelstürme mit sich bringen. Auf der letzten Etappe seiner Reise wird der Ganges von seinem größten Zufluss, dem Brahmaputra erreicht. Nachdem die beiden mächtigen Ströme sich vereinen, treten sie über ihre Ufer, um sich in Hunderte kleinerer Flüsschen aufzufächern und das größte Delta der Welt zu schaffen. Diese immense Wasserwelt wiederum beherbergt den größten Mangrovensumpf der Erde, den Sundarban-Wald. Hier gibt es Riesenechsen und riesige Schlangen, gewaltige Krokodile, große Herden von Axishirschen und Wälder voller Affen. Die verblüffende Vielfalt dieses Feuchtgebiets wurde selten zuvor gefilmt. Es gelang auch ein intimes Porträt der Sundarban-Tiger, die hier herrschen.
Alle Episoden sind einzeln ladbar.
E1.An.heiligen.Quellen.2008.GERMAN.DOKU.DTS.720p.BluRay.x264-HRD
E2.Im.Tiefland.2008.GERMAN.DOKU.DTS.720p.BluRay.x264-HRD
E3.Das.Reich.des.Tigers.2008.GERMAN.DOKU.DTS.720p.BluRay.x264-HRD
Video : 1280x720, 4873 Kbps, 16:9, 29.970 FPS, AVC Audio : Deutsch, DTS, 1510 Kbps, 6 Kanäle

Dauer: 49 Min./Episode | Format: MKV | Größe: 2.400 MB/Episode
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Thema: -720p, Doku | Kommentare (1) | Autor: BlubBlub







